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Marathon World Series | Malevil Cup | Jablonné

StartIn meiner Planung hatte ich das Rennen schon länger. War mir aber durch die Teilnahme bei der Alpentour Trophy lange unschlüssig, ob ich wirklich starte. Aber wiederum lässt man ein Marathon World-Series Rennen nur sehr ungern aus, zumal es ja über einen Besuch meiner Heimat super verbinden lässt. Doch durch ein ehr trauriges Ereignis wurden die Pläne mehr oder weniger von allein Gelenkt. Denn von Radsportkollege Stefan Bzdok (http://www.bike-stefan.de/) wurden aus seinem eigenen Keller alle Räder gestohlen. Um jede Teilnahme gebracht, kamen Stefan und ich in Kontakt und hatte mir seinen Startplatz und die Übernachtung in der Malevil-Ranch angeboten. Diese sehr sehr große Spende, trotz so eines schweren Niederschlags werde ich ihm nie vergessen und versuchen mehr als einmal gut zu machen und die Teilnahme stand fest, eine besonders ehrenvolle Vertretung war natürlich selbstverständlich und die Motivation war entsprechend hoch :-).

So stand ich nach einer super Nacht in der Malevil Ranch und Frühstück top motiviert in Jablonné im Startblock, zu meiner Überraschung in der ersten Reihe. Das Wetter hingegen zeigte sich sehr wählerisch und es drohte jeden Moment zu regnen. Wie auch sich das Wetter entscheiden sollte, die Strecke wird hinten raus immer schwerer in seiner Anforderung, dies wusste ich noch von der Teilnahme 2012 bei der Marathon EM. Nach einem guten Start konnte ich somit der Spitzengruppe ein bisschen folgen, eh es in den Wiesenabschnitten mir nach und nach an dem letzten Funken Spritzigkeit fehlte, um mich festzubeißen. Was sicherlich auch an der Teilnahme der Alpentour Trophy vor erst einer Woche lag. Doch als wir von den Wiesen in die Wälder gelangen, konnte ich meine beiden deutschen Begleiter Ulrich Rose (Focus Rapiro Racing) und Torsten Mützlitz (Scott Generation Team) welche inzwischen auf mich aufgeschlossen hatten, wieder nach und nach abschütteln. Wenn auch Torsten mich in einer Abfahrt ziehen lassen musste, da seine Kette abgefallen war.

GelVon nun an war es für mich mehr und mehr ein einsames Rennen, irgendwo zwischen Spitzengruppe und Verfolger. Doch die Beine kamen immer mehr und mehr in Schwung. So konnte ich die technischen Stücke in den weniger technischen wieder super ausgleichen und steht´s die Ruhe bewahren. Dies war auch sicherlich ein Vorteil, dass ich allein unterwegs war, so fühlte man sich nicht in Zugzwang sich an einem Hinterrad festzubeißen.  Der immer wieder einsetzende Regen machte mir zum Glück weniger was aus, dennoch versuchte ich mich immer mit den PowerBar Gels und Iso-Getränken auf trapp zu halten, ist mir ja bewusst das mein Energieumsatz beim Kampf gegen das Frieren unverhältnismäßig ansteigt. Aber gerade durch den dichten Wald und der doch immer wieder zurückkehrenden Sonne, war ein wieder aufwärmen möglich.

Gegen ende der 100 Km mit 2878 Hm gespickten Strecke wurde es dann immer schlammiger, hier versuchte ich ohne Risiko und kontrolliert das Rad und mich heil Richtung Ziel zu bringen. Immer wieder mal einen Blick nach hinten geworfen, versicherte mir das hinter meinem Rücken noch alles frei ist und mein Plan soweit aufgeht. Schlussendlich konnte man dann die Fahrt entlang des Golfplatzes auch etwas genießen und in Bekleidung der Sonne die Fahrt durch den Zielbogen in Angriff nehmen 😉

ZielPlatz 9 (4:37 Stunden Fahrzeit) war für mich ein super Ergebnis und bedeutete die direkte Qualifikation zur Marathon-WM in Italien. Ein großen Dank gilt natürlich auch meiner Claudia welche mich mal wieder hervorragend verpflegt hat aber auch Teamkollege Holger, dessen Betreuung über das Krafttraining hinweg immer mehr seine gute Wirkung zeigt. Auch war ich erleichtert das sich durch die Alpentour Trophy erste Anzeichen einer weiteren Formbesserung bemerkbar machen und ich in der Woche zwischen den beiden Rennen doch das ein oder andere richtig gemacht habe.

Hier noch ein Link zum TV-Bericht des Rennens (bin natürlich auch zu sehen :D): TV-Bericht Malevil-Cup (klick…) 

Viele Grüße,
euer Storchi

Text Storchi | Bilder Claudia Andreas

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