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Mountainbike Marathon Wiesbaden | CX-Challenge Erlebnisbericht Sebastian Geimecke Am letzten Sonntag den 20. Mai war es nun so weit, der erste Marathon in Wiesbaden, welcher auch der zweite Lauf der CX-Challenge war, fand statt. Pünktlich um 9.00 Uhr erfolgte nicht wie gewohnt der Start sondern ein schon vorher mit Donner angekündigtes Gewitter öffnete seine Schleusen. Und es regnete aus vollem Guss auf das Startfeld hinab. Nach einer Verschiebung von 15 min. erfolgte bei immer noch sehr starkem Regen der Start. Schnell bildete sich mit Johannes Wagner (RSC Wiesbaden), Günter Reitz (Team Firebike Drössiger), René Hördemann (BMC Development Team), Christian Horstmann (Team Vodkawasser) und meiner Wenigkeit die Spitzengruppe. Rene und Johannes ergriffen die Flucht nach vorne. Der Rest mit mir im Schlepptau machte sich auf die Verfolgung. Nach dem dann auch Christian versuchte nach vorn auf zu schließen und unsere Gruppe verließ nahm ich das Zepter in die Hand und distanzierte die an uns ran fahrenden Leute auf ein Neues. Mit Günter Reitz ging es dann über eine Flachpassage und Wiesenstück Richtung René und Christian und das Spiel eröffnete sich erneut. Nur Johannes war auf und davon. So versuchte ich eine Attacke zu setzen, welcher Rene´ und Christian standhielten konnten. Günter ließ erst einmal reißen aber, dass das noch nicht alles von ihm war, schwebte mir steht´s im Hinterkopf. Denn spätestens gegen Ende des Rennen´s wird sich auch erklären warum. Mit einem guten Zug versuchte ich das Tempo unserer kleinen Gruppe steht´s hoch zu halten, auch wenn es den anderen beiden scheinbar schwer viel. Und nach der zweiten Streckenteilung bestätigte sich meine Vermutung und René musste reisen lassen. Da war wohl der Anfang etwas zu heftig angegangen worden. Bei nun sehr schwülem aber trockenem Wetter setzten wir die zweite Schleife in einem guten Tempo fort. Nach dem erneuten erklimmen (anders kann man das schieben durch diesen Matsch nicht nennen) des längsten Anstieges hoch auf den Kellerskopf bemerkte ich auch bei meinem zu letzt verbliebenen Begleiter eine Schwächephase. Dies nutzte ich mit einer beherzten Attacke für mich aus und drückte auf dem folgenden Flachstück ordentlich durch. Nun hieß es von der Platte heil wieder runter ins Nerotal. Gespickt mit Abfahrten voller Schlamm und Kurzstrecklern ging es im Slalom Richtung Tal. Und steht´s einen kurzen Blick nach hinten, denn mit einem muss man immer Rechnen. Bis zur letzten Kurve sah es wirklich nach Gesamtrang zwei aus. Und dann war er auf einmal da, dieser Spezialist für die letzten 20 Km, der Mann den man immer im Hinterkopf haben sollte, egal wann man ihn abgestellt hat, er kommt wieder! So war es auch diesmal und es lief zwischen Günter Reiz und mir auf einen Zielsprint hinaus. Meine Schlammzersetzte Kassette jammerte und flehte mich an aber ich versuchte alles, nur den letzten Gang wollte sie nicht her geben. Ich kurbelte wie ein verrückter doch Günter hat entweder mehr Druck oder doch einen Gang mehr frei gehabt und konnte mich auf dem letzten Meter abfangen, die Zuschauer hat´s gefreut und ich war früher oder später mit Gesamtrang 3 und 2. der Elite Herren dann auch glücklich.
Bericht | Sebastian " Storchi" Geimecke Bild | Scott Team Wein
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