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Duathlon WM Langdistanz | Zofingen

14.09.12_Duathlon_WM

Mit Platz 9 in der Altersklasse bei der Duathlon WM in die Saisonpause

Am vergangen Sonntag fanden in Zofingen in der Schweiz zum 26. mal der legendäre Langdistanz Duathlon POWERMAN statt:

Was für Langdistanz-Triathleten der IRONMAN auf Hawaii ist, ist für die Duathleten der POWERMAN im schweizerischen Ort Zofingen. Am vergangen Sonntag (7.9.) fand der POWERMAN zum 26. mal statt, im gleichen Rahmen wurden auch die ITU (Internationale Triathlon Union) Duathlon-Weltmeisterschaften in der Langdistanz ausgetragen. POWERMAN Zofingen ist durch seine Streckenlänge und Profil mit eines der härtesten Ausdauerrennen bei Du-/Triathleten gleichermaßen. Begonnen wird mit einem 10 km Lauf, gefolgt von 150 km Rad und nochmals 30 km laufen.

Torsten hatte gut trainiert, und beflügelt durch den 8. Platz bei der Europameisterschaft im August in Österreich, war er nicht nervös, hatte aber dennoch sehr viel Respekt, da Torsten in seinem 1. Duathlon-Jahr noch nicht genau wusste, wie genau man sich so ein Rennen einzuteilen hat. Zusätzliche Motivation verlieh ihm auch sicherlich der Stolz, im deutschen Nationaltrikot am Start zu stehen.

FotoDer Start der Elite und Agegroup Athleten erfolgte 1 Stunden nach den Damen um 9 Uhr bei sonnigen und warmen Wetter. Die ersten 10 km (2 Runden á 5 km, beginnend mit 2 km bergauf und ca.130 Höhenmetern) versuchte ich verhalten anzulaufen und den Kontakt zu meinen Altersklassenkonkurrenten nicht abreißen zulassen. Mit einer mäßigen Zeit von 38 Minuten ging es in die Wechselzone und auf das Zeitfahrrad. Die Wechselzone liegt innerhalb des POWERMAN-Stadions, das von erstaunlich vielen Zuschauern besucht war.

Ich wollte nun die Verfolgung in meiner Paradedisziplin aufnehmen, aber auch hier war das Ziel, es nicht zu schnell anzugehen. Die 150 km Radstrecke (3x 50 km mit ca. 550 Höhenmetern pro Runde) würden, mit seinen 3 Bergen einiges an Kraft kosten. Wie beim Triathlon ist auch hier Windschattenfahren verboten. Auf den ersten Kilometern sammelte ich schnell einige Fahrer ein und auch an den ersten beiden Bergen ging das so weiter. Immer wieder stellte ich mir die Frage, ob ich zu viel Kraft verbrauche oder nicht, immer wieder die Zweifel, ob ich genug trinke und esse. In der 2. Runde wurde ich das Gefühl nicht los, dass der Gegenwind in den Flachstücken zunahm, im Nachhinein wurde mir das bestätigt. Mittlerweile erreichten auch die Temperaturen sommerliches Niveau von 23-25°C, was mir auf dem Rad nicht viel ausmachte, aber was ist später beim Laufen?

In der 3. Runde wurden die Beine schwerer und die Berge gefühlt steiler, aber ich konnte recht gleichmäßige Rundenzeiten fahren. Nach 4:26 Stunden ging es in die 2. Wechselzone und in die Laufschuhe. Der Wechsel dauert etwas länger, da ich vergaß, meine Radschuhe in die dafür vorgesehene Box zu legen. Ich entging einer Strafe, da mich der Kampfrichter noch rechtzeitig darauf hinwies.

Aus der Wechselzone heraus ging es dann auf die 30 Kilometer Laufstrecke mit 2x 15 km mit einem Wendepunkt bei 7,5 km, gespickt mit 370 Höhenmetern pro Runde und die ersten 3 km gleich wieder bergauf. Es galt, schnell einen Laufrhythmus nach dem langen Radfahren zu finden, was auf den ersten 3 km recht schwer war, da gleich 200 Höhenmeter überwunden werden mussten. Nach ca. 2 Km sah ich Norbert Braun (Duathlon Beauftragter der Deutschen Triathlon Union/ http://www.produathlon.de/), der wiederum überrascht war, mich so weit vorne im Klassement zu sehen. Zu diesem Zeitpunkt lag ich auf Platz 5. in meiner Altersklasse AK35 (Gesamtplatzierung ca. 30-35 Platz). Nach 4-5 Kilometern hatte ich so eine Art Laufrhythmus gefunden aber ich merkte nun, dass mir die sommerlichen Temperaturen zu schaffen machten. Zum Glück gab es alle 2,5 km Verpflegungsstellen, wo ich mir Wasser Becherweise überkippte, um nicht zu überhitzen. Jetzt kamen wieder die quälenden Fragen an mich selbst: Hatte ich zuvor genug getrunken und gegessen? Zuviel Energie auf dem Rad verbraucht? Der Weg zum Wendepunkt bei 7,5km ist alles andere als eben, er ist gespickt mit kurzen giftigen Anstiegen.

Nach 15 km war ich wieder im POWERMAN-Stadion und es ging in die 2. Laufrunde und gleich wieder 3 km steil bergauf. Nun merkte ich, dass die Energie schwindet, so musste ich an den steilen Anstiegen Gehpausen einlegen, war damit aber nicht der Einzige. In dieser Phase verlor ich wertvolle Zeit und Plätze und eine extra Cola brachte auch keine Energie zurück. In den letzten 5 km, mit dem nahenden Ziel vor Augen, mobilisierte ich noch einmal alles, was noch an Kraft da war und nach 7:52 Stunden überquerte ich die POWERMAN Zofingen Ziellinie: 9. Platz in der ITU Altersklasse Ak35 / ITU Gesamtplatz 50.

Ich bin mit dem Ergebnis mehr als zufrieden und es übertrifft meine Erwartungen, ganz klar! Im Nachhinein stellt man sich immer die Frage: Was wäre gewesen, wenn der 2. Lauf besser gewesen wäre, sicherlich hat auch noch etwas die Erfahrung für diese erste Langdistanz gefehlt. Platz 5 oder 6?? Alles Spekulation, es ist, wie es ist!!!

Ich freue mich jetzt schon auf die Duathlon Saison 2015 und auch wieder auf Zofingen!

Danke an alle Unterstützer und Freunde, die mich diese Saison immer motiviert und wieder aufgebaut haben!!

Bevor es nun in die wohlverdiente Trainingspause geht, steht noch der Bensheimer Jog & Rock Lauf (10km) und der PfalzTrail Lauf (33km- 800 hm) im Oktober an.
ITUzofingenWM2014GERtrikot

www.produathlon.de | Foto Quelle: Norbert Braun/ www.produathlon.de

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