Suche
Suche Menü

Bike Marathon Wiesbaden

14.06.25_MTB_WiesbadenZum dritten Lauf der Dr. Cannondale SebaMed Challenge ging es nach Wiesbaden. Der Marathon verlegte aus Gründen von Umbaumaßnahmen im Nerotal, sein Eventgelände auf die Platte. Dies brachte uns hinsichtlich des Starts ein paar Sorgenfalten auf die Stirn. Denn weiter hoch geht, es da nicht mehr wirklich viel um das Feld in die Länge zu ziehen. Doch der Veranstalter war einer guten Lösung bemüht und auch sonst war das Festival um einiges besser als in den Vorjahren und es ist erfreulich, wenn sich Events in der Region weiter entwickeln. Zum neuen Standort kamen dann natürlich auch neue Strecken. Zwischen vier Distanzen konnten wir wählen. So gingen Tanja Wittig und Heiko Wein auf die 25 Km, Claudia Andreas, Carlo Dindorf und Michael Borchwald auf die 42 Km Runde, Matthias Eck mit Stefan Eichhorn auf die Langstrecke über 82 Km und Michael Meurer mit Sebastian Geimecke auf die Ultrastrecke von 121 km. Das Team Multisport Wein war also auf allen Distanzen vertreten!

Kurzstrecke | 25Km | 816Hm

Tanja wählte die Strecke zur Vorbereitung bzw. zum Vortest für die Dolomiten Superbike, Heiko unser Chef wollte es einfach mal krachen lassen und der ganzen Sache freien Lauf geben. Und so ging es auch direkt los. Denn das Schöne ist doch, das man sich bei 25Km mal so richtig ausbelasten kann, ohne große taktische Überlegungen folgen zu müssen. Tanja setzte dies ebenso um! Beide fuhren so ein super Rennen und hatten sichtlich spaß auf den Trails rum um die Platte. Macht in der Endabrechnung ein Gesamtsieg für Tanja und Platz drei für Heiko.

Mittelstrecke | 42Km | 1241Hm | 1 Kellerskopfrunde

Wer die Mittelstrecke wählte, musste über den Kellerskopf. Ein nicht all zu langer Anstieg, dafür aber schön knacke und ein toller Beißer für die Wade. Carlo unser U19 Fahrer nutzte den Vorteil des Leadertrikots und stellte sich in die erste Reihe, diese Ausgangsposition nutzte er voll aus und gab seine Führung nicht mehr her und gewann absolut verdient das Rennen. Dies bedeutet der Ausbau seines Vorsprungs in der Gesamtwertung und wertvolle Punkte für die Teamwertung. Claudia wählte nach Rhens eine kürzere Distanz, was aber leider auch mehr Konkurrenz bedeutete, da hier auch Fahrer der Rosbacher Bike Challenge unterwegs waren. Dennoch war es ein 13. Gesamtplatz aller Frauen! Michael hatte die bittere Pille von Rhens geschluckt und war diesmal überzeugt, dass die Top 10 drin ist. Gewollt, gesagt, getan! Platz 9 war es am Ende, SUPER!

Langstrecke | 82Km | 2366Hm | 2 Kellerskopfrunden

Jetzt ging es zwei Mal über den Kellerskopf, zwei Mal Waden beißen lassen aber auch zwei tolle Runden voller Trails und Anstiege. Stefan war so voller Euphorie das Storchi recht hatte (es wird nicht Regnen!) und nahm das zackicke Streckenprofil ein Tick zu wortwörtlich, erwischte einen Stein dermaßen unglücklich und schlitzte sein Reifen auf. Das passiert halt im MTB-Sport leider auch. Eine Reparatur wäre dank der stabilen Seitenwände des Thunder Burt noch möglich gewesen, hätte aber zu viel Zeit in Anspruch genommen und jede Aussicht auf eine gute Platzierung war dahin, leider DNF. Doch wir hatten noch ein Eisen im Feuer! Matthias zeigte, dass er auch wieder über längere Strecken mithalten kann und sich nach seinem Hausbau wieder gut im Training befindet. Auch er erreichte wie Michael sein Ziel und belegte mit Platz 9 ein Platz in der anvisierten Top 10, auf der Langstrecke!

Ultrastrecke | 121Km | 3491Hm | 3 Kellerskopfrunden

Nun sind wir bei den ganz Gestörten angekommen. Wer hier am Start steht, quält sich einfach nur total gern oder hat einen an der Waffel 😉 Ganze drei Mal wurde hier nun die Runde gefahren. Wir kennen solche Spielchen und am bekanntesten für so etwas ist der Kellerwald Bike Marathon. Nur hier ist es wesentlich Abwechslungsreicher, nicht ganz so windanfällig und in Runde drei kann man sogar so einen Filmriss bekommen, dass man sich gar nicht mehr an die ersten beiden Runden erinnern kann, wie man gleich lesen wird. Denn Sepp und Storchi gaben sich hier mal die Kante. Beide gingen verhalten an den Start. Sepp leider eingebremst von Rückenschmerzen und Storchi mal ganz taktisch in der Verfolgergruppe. Sepp konnte gegen Ende der ersten Runde seine Blockade im Rücken wieder lösen. Storchi verkroch sich in der Gruppe und gab nur hin und wieder ein paar Takte im Tempo an. Bis zum Kellerskopf, denn bis hier hatte man nun Marc Odrosek (Storck Bicycle Team) eingesammelt. Genau der richtige Begleiter für Storchi. Nun zogen die Beiden bis zur dritten Begegnung des Kellerskopf gemeinsam ihre Schwalbe-Spuren in die Trails. Hier kapitulierte die Blase von Storchi und musste Marc ziehen lassen. Pinkelpause … Allein ging es weiter. Nach einer Abfahrt erwischte er noch gerade so den Abzweig und verhinderte einen Verfahrer, doch sicher war er sich irgendwie gar nicht mehr. „War ich hier heute schon mal?“ schwirrte es in seinem Kopf … Das ist alles so neu hier, ah den Anstieg kenne ich aber die Gerade? Eindeutig zu viel Windschatten gefahren und Trikots von hinten betrachtet der Bub. Aber fand dann doch noch fehlerfrei ins Ziel und holte einen super 2. Platz! Sepp hatte wesentlich bessere Orientierungssinne und fuhr wie eine Lok sein Stiefel durch. Na gut, als er an der letzten Verpflegung war, wäre er am liebsten über die Bande gesprungen und im Ziel gewesen, die 2-Km-Zielrunde hatte er irgendwie gar nicht mehr auf dem Schirm. Man man waren die beiden schwarz im Ziel eingefallen. Aber auch Sepp kletterte auf das Podium und holte Platz 3!

Gutes Event, tolle Strecke, viel Spaß und eine menge Teamfahrer, die Erfolg hatten, wir sind zufrieden nach Hause gefahren!

Sponsoren-Fusszeile