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12 Stundenrennen Külsheim

10731124_965040296881352_7470720880650578569_nOder zwischen Spaß, Schmerzen und Maschinen.

Wie schon in den vergangenen Jahren startete das Multisport Team Wein beim 12 Stundenrennen in Külsheim. In diesem Jahr, anders als noch vor einem Jahr, nicht mit einem Einzelfahrer und zwei Zweierteams sondern mit zwei Einzelstarteten, Christian Klute und Sebastian Geimecke (Storchi), und einem Dreierteam bestehen aus Michael Meurer, Torsten Wambold (Toaster) und Oliver Frings.

Zunächst wurde mal das Zelt aufgebaut und die „Location“ gesichert. Elena, Claudia und Sarah die das Dreierteam „Verpflegung, Taktik und Management“ bildeten, merkten an: Wir sind ausgestattet wie bei „Rock am Ring“, nur ohne Alkohol.

Als alles stand, ging es pünktlich um 9:00 Uhr für die beiden Einzelfahrer und den Startfahrer des Dreierteams auf die Einführungsrunde. Hier gab Storchi bereits den Ton an.

Das Betreuerteam um Sarah und Claudia fuhren in der Zwischenzeit in einen nahegelegenen Supermarkt um dort die Rennverpflegung um weiteres Wasser, Cola und Bananen aufzustocken. Brötchen und eine „Erstversorgung“ hatten wir bereits vorab besorgt und Elena behielt währenddessen die Fahrer und deren Wohlbefinden im Auge.

Dann standen auch schon die ersten Wechsel an, die mit der Übergabe eines orangen Armbandes erfolgen sollten. Der Transponder war diesmal glücklicherweise in der Startnummer integriert, sodass dieser nicht verloren gehen konnte.

Zunächst schlug das Dreierteam in der vorher vereinbarten Reihenfolge je Einerstints an. Die bereits enteilten Erst- und Zweitplatzierten wurden dann von Sepp, trotz muskulärer Probleme im Rücken, eingeholt, von Toaster gestellt und schließlich im weiteren Verlauf der ersten beiden Stunden überholt. Der Vorsprung des erstplatzierten Team betrug zu diesem Zeitpunkt sechs bis acht Minuten.

Nach ca. zwei Stunden wurde der Rhythmus etwas optimiert um den Stärken von Torsten etwas besser Rechnung zu tragen, sodass er zunächst mit Zwei-Runden-Stints weiter fuhr. Man beachte, dass er dabei keine Zeit verlor im Bezug auf zwei einzelne Runden.

Hier wurde erstmals klar. Toaster ist eine Maschine.

22017_1612502065704541_5532410795636706207_nChristian ließ es in der ersten Rennhälfte ruhig angehen und hielt sich aus dem Startgeplänkel heraus. Er wollte nicht überziehen um in der zweiten Hälfte noch Reserven zu haben. Seine Erfahrung mahnte ihn dazu genug zu essen und zu trinken um nicht ins Defizit zu fahren.

Auch die Mädels liefen auf Hochtouren und verpflegten Einzelstarten, liefen zurück zum Stützpunkt, behielten die Runden- und die Wechselzeiten im Auge und dann wieder alles von Neuem. Am Ende standen hier 25.000 Schritte auf den Schrittzählern der Damen. HUT AB.

Die zweite Hälfte des Rennens war angebrochen und die Gespräche über Training, Material und das Rennen wurden zunehmend ernster. Die Frage ob der am Morgen aufgezogene Schwalbe Racing Ralph noch dem Thunder Burt weichen sollte kam auf, aber auch die Taktikfrage wurde nochmal aufgeworfen. Als noch zwei Stunden zu fahren waren fingen Toaster und Oli, während Sepp auf der Piste war, an zur rechnen. Wenn ich jetzt SO dann du SO und SO und dann brauchst du nicht noch eine dritte Runde denn Platz 1 ist 6 Minuten weg und Platz 3 ist über eine Runde zurück. 

Als das Betreuerteam die Rechenkünste der beiden hörte gab es erstmal eine Ansage vom Sarah, Elena und Claudia: Jeder gibt Alles bis zum Schluss und dann wird auch noch eine weitere Runde gefahren. Wir setzten die bis zum Schluss unter Druck. „Jajaja“ bekamen die drei zur Antwort nicht ahnend, dass es genau dazu nochmal kommen sollte.

Denn Sepp brannte gerade einen Doppelturn in 48 Minuten in den Külsheimer Waldboden. Während dieser Doppelrunde gab auch Storchi nochmal alles um vielleicht noch das Podium zu erreichen und klemmte sich in den Windschatten des Muskelpakets.

Christian fuhr unterdessen weiter ein starkes Rennen und konstant seine Runden mit dem Ziel die letztjährige Rundenzahl zu überbieten. Aber auch er musste sich durchbeißen denn gefühlt schien die Zeit bis zu Ende nicht weiter zu laufen, gerade nicht wenn man anfängt zu rechnen wie man eben o.g. Rundenzahl erreichen kann. Da kam auch mal eine Pause zum Essen und Trinken fassen genau richtig.  Doch am Schluss überwiegt bei ihm die Freude und der Stolz als er merkt, dass man das angestrebte Ziel erreicht und sogar noch verbessert hat. Eben all diese Gefühle insbesondere grenzenlose Erleichterung spürt man wenn man als Einzelstarter seine letzte Runde beendet hat.

Oli übernahm dann nochmal das Staffelholz von Sepp, um Toaster eine längere Pause nach seinen Doppelstints zu gewähren und konnte mit einer Rundenzeit unter 23 Minuten nochmal 1 Minute und 21 Sekunden vom Vorsprung abknabbern. Auch Torstens letzte Runde war nochmal richtig schnell und so gingen wir mit ca. drei Minuten Rückstand auf die letzte Runde.

Dann war es soweit. 20:34 Uhr. Toaster übergibt an Oli und die Führenden waren bereits außer Sicht. Elena wird später über die Spannung im Team schreiben: „Das war Horror. Es war ca. 20:29 h u. das Rennen ging bis 21:00 h. Nach einer kurzen Lagebesprechung schickten wir Oliver Frings raus und setzen dem führenden Team noch mal Daumenschrauben an. Das tat weh, aber richtig! Chapeau Liebelein“. Oli konnte nochmals eine 22er Rundenzeit auf der mittlerweile fast leeren Strecke fahren und eine weitere Minute aufholen.

Am Ende reichte es dann leider doch nicht mehr für den obersten Platz auf dem Treppchen. Die Schmerzen dieser letzten Runden werden uns drei noch einige Tage begleiten. Ein Herzschlagfinale auf das wir alle Stolz sein können. Es hat einen Riesenspaß gemacht.IMG_4026

Auch Christian konnte das gesteckte Ziel mit 21 Runden und Platz 10 der Einzelstarter erreichen.

Auch auf diesem Wege nochmal ein großes Dankeschön an Claudia, Elena und Sarah für diese tolle, wie Storchi sagte, 7 Sterne Verpflegung. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

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Text: Oliver Frings und Christian Klute | Bilder: Elena, Sarah und Claudia

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